Dabei ist die erste Profi-Saison des 21-jährigen Australiers noch keine sechs Monate alt. Auf dem Youngster-Podium reiht er sich hinter Gesamtsieger Isaac Del Toro (22) und vor Juan Ayuso (23) ein – und ist damit der jüngste Fahrer unter den Top Drei.
Diese Woche war eine unglaubliche Teamleistung – ich kann kaum in Worte fassen, was wir gemeinsam erreicht haben.
Die Grundlage für seinen Erfolg legte Tuckwell mit einer beeindruckenden Leistung am Freitag, als er überraschend das Gelbe Trikot übernahm. Nach einer erfolgreichen Titelverteidigung am folgenden Tag startete er als Gesamtführender in die entscheidende Schlussetappe. Die Aufgabe hätte kaum schwieriger sein können: Mit rund 4.000 Höhenmetern wartete ein anspruchsvolles Finale, während Red Bull – BORA – hansgrohe nach Stürzen und Krankheitsfällen nur noch mit drei Fahrern im Rennen vertreten war.
Doch das verbliebene Trio kämpfte gemeinsam. Gianni Vermeersch und Maxim Van Gils sorgten dafür, dass Tuckwell bis tief in den Schlussanstieg Anschluss halten und um ein Spitzenergebnis kämpfen konnte. Am Ende musste der Australier das Gelbe Trikot zwar abgeben, sicherte sich aber den Platz auf dem Podium.
„Schon am Fuß des letzten Anstiegs hat Maxim mich gerettet. Ohne ihn hätte ich wirklich große Probleme bekommen. Diese Woche war eine unglaubliche Teamleistung – ich kann kaum in Worte fassen, was wir gemeinsam erreicht haben. Ehrlich gesagt habe ich noch gar nicht realisiert, was passiert ist. Das wird noch etwas Zeit brauchen“, sagte Tuckwell unmittelbar nach dem Ziel.
Der nächste Schritt auf WorldTour-Niveau
Bereits vor einem Jahr hatte der Australier sein großes Talent angedeutet, als er beim Giro Next Gen das Maglia Rosa bis zur Schlussetappe trug. Nach dem Schritt von den Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies ins WorldTour-Team setzt er seine Entwicklung nun auf höchstem Niveau fort. Starke Leistungen bei der Tour de Romandie ließen bereits aufhorchen – mit Rang zwei bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes hat Tuckwell nun bewiesen, dass er auf WorldTour-Niveau um Spitzenplätze kämpft.
Eindrucksvolles Comeback von Maxim Van Gils
Für Red Bull – BORA – hansgrohe war die Rundfahrt noch aus einem weiteren Grund besonders. Maxim Van Gils kehrte nach 111 Tagen Verletzungspause infolge seines schweren Sturzes ins Renngeschehen zurück. Mit seinem Etappensieg in Crest-Voland feierte der Belgier ein beeindruckendes Comeback – und spielte nur wenige Tage später auch eine entscheidende Rolle beim größten Erfolg von Luke Tuckwells bisheriger Profikarriere.