Primož Roglič sicherte sich Rang zwei in der Gesamtwertung und damit seinen sechsten Podestplatz bei der Vuelta. Red Bull – BORA – hansgrohe beendete die drei Rennwochen mit insgesamt sechs Etappenpodien bei Bergankünften, in Sprints und im Zeitfahren.
Primož Roglič hat die Vuelta a España nach drei anspruchsvollen Rennwochen von Monaco bis Granada auf dem zweiten Gesamtrang beendet. Der viermalige Gesamtsieger lag am Ende 2:15 Minuten hinter Enric Mas. Felix Gall wurde mit 2:44 Minuten Rückstand Dritter.
Mit diesem Ergebnis fügt Primož seiner außergewöhnlichen Bilanz bei der spanischen Grand Tour ein weiteres Kapitel hinzu. Bei sieben Vuelta-Teilnahmen stand er nun sechsmal auf dem abschließenden Podium: 2019, 2020, 2021 und 2024 gewann er die Gesamtwertung, 2023 wurde er Dritter und 2026 Zweiter. Nur 2022 blieb er ohne Podestplatz, nachdem er das Rennen vorzeitig aufgeben musste.
Das diesjährige Ergebnis hat für Primož besondere Bedeutung, nachdem ein Trainingssturz seine Vorbereitung auf den Grand Départ in Monaco erheblich beeinträchtigt hatte. Obwohl er mit deutlich weniger Vorbereitung als geplant in die Rundfahrt ging, blieb er über die gesamten drei Wochen im Kampf um die Gesamtwertung. Auf der anspruchsvollen Bergankunft am Alto de Aitana belegte er auf der 9. Etappe Rang drei. Mit Platz vier im Zeitfahren der 18. Etappe in Jerez de la Frontera rückte er anschließend wieder auf den zweiten Gesamtrang vor.
Auch das Team sammelte im Verlauf der Rundfahrt sechs Etappenpodien. Jordi Meeus gehörte zu den konstantesten Sprintern der Vuelta. Auf der 5. Etappe in Roquetes und der 17. Etappe in Sevilla wurde er jeweils Zweiter, dazu kamen dritte Plätze in Xeraco und Lorca auf den Etappen 8 und 11.
Callum Thornley sorgte bei seiner ersten Grand Tour für eine weitere herausragende Leistung. Nachdem er seine Vuelta mit Rang vier im Zeitfahren von Monaco eröffnet hatte, fehlten dem 23-Jährigen in Jerez lediglich drei Sekunden zum Etappensieg. Auf der 18. Etappe wurde er hinter Stefan Küng Zweiter. Primož belegte am selben Tag Rang vier, Finn Fisher-Black wurde Sechster. Damit landeten drei Fahrer von Red Bull – BORA – hansgrohe unter den besten Sechs – ein herausragender Tag für das Team.
Auch bis weit in die Schlusswoche hinein fuhr die Mannschaft offensiv. Auf der letzten Bergetappe in der Sierra Nevada waren Fisher-Black, Gianni Vermeersch, Callum Thornley und Luke Tuckwell zeitweise allesamt vor der Gruppe der Klassementfahrer unterwegs und leisteten damit ihren Beitrag im Kampf um Primožs zweiten Gesamtrang. So unterstrich das Team auch bei der letzten großen Gelegenheit im Hochgebirge noch einmal seine offensive Fahrweise, bevor Primož Platz zwei in der Gesamtwertung endgültig absicherte.
Nach 21 Etappen ist die außergewöhnliche Vuelta-Geschichte von Primož um ein weiteres Kapitel reicher. Vier Gesamtsiege, ein dritter Platz und nun Rang zwei in Granada ergeben sechs Podestplätze bei sieben Starts – eine bemerkenswerte Bilanz bei einem Rennen, das seine Grand-Tour-Karriere wie kaum ein anderes geprägt hat.
Primož Roglič:
„Wenn ich daran zurückdenke, wo ich vor ein paar Wochen stand, war es schwer vorstellbar, hier am Ende Zweiter zu werden. Deshalb fühlt sich dieses Ergebnis für mich wie ein Sieg an. Nach einer sehr schwierigen Vorbereitung musste ich die Vuelta wirklich Tag für Tag angehen, schauen, wie ich mich entwickle und wo wir am Ende stehen würden. Ich bin sehr glücklich darüber, wie ich mich im Verlauf des Rennens steigern konnte, und natürlich auch mit dem Endergebnis. Wir haben jeden Tag unser Bestes gegeben. Am Ende war Enric stärker und hat diesen Sieg verdient, deshalb freue ich mich auch für ihn. Es waren harte drei Wochen, aber wenn ich bedenke, wo ich vor dem Start stand, kann ich sehr zufrieden damit sein, die Vuelta so zu beenden.“