Das Team fuhr auf der letzten Bergetappe der Vuelta offensiv und hatte an einem anspruchsvollen Tag in der Sierra Nevada im Rennverlauf vier Fahrer in Gruppen vor dem Feld. Am Collado del Alguacil verteidigte Primož Roglič schließlich seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung.
Die 187 Kilometer lange Etappe von La Calahorra führte über fünf kategorisierte Anstiege und fast 5.000 Höhenmeter. Den Abschluss bildete der acht Kilometer lange Collado del Alguacil mit einer durchschnittlichen Steigung von knapp zehn Prozent.
Der Kampf um die Ausreißergruppe begann unmittelbar nach dem Start. Finn Fisher-Black und Gianni Vermeersch schafften nach 26 Kilometern den Sprung in eine 14 Fahrer starke Spitzengruppe. Dahinter formierte sich eine weitere große Gruppe mit Callum Thornley und Luke Tuckwell. Damit hatte das Team in der ersten Hälfte der Etappe zeitweise vier Fahrer vor der Gruppe der Gesamtklassement-Favoriten.
Am ersten Anstieg zum Puerto de El Purche wurde das Rennen zunehmend selektiver. Primož blieb jedoch bei Mas und Gall, während sich die Gruppe der Klassementfahrer immer weiter verkleinerte. In den Schlusskilometern erwies sich Gall als stärkster der GC-Favoriten und nahm Mas 17 Sekunden ab. Primož begrenzte seinen Zeitverlust jedoch ausreichend und verteidigte vor der Schlussetappe Rang zwei in der Gesamtwertung.
Mas führt nun mit 2:15 Minuten Vorsprung auf Primož. Gall liegt mit 2:44 Minuten Rückstand auf Rang drei, sodass Primož mit einem Polster von 29 Sekunden im Kampf um Platz zwei in die letzte Etappe geht. Die Vuelta endet morgen mit dem Finale in Granada.