Die Form stimmt: Bei den letzten beiden Rundfahrten stand der junge Deutsche jeweils auf dem Podium.
Insgesamt hat Florian Lipowitz seit der Tour de Romandie 2024 sechs WorldTour-Wochenrundfahrten bestritten – fünf davon beendete er auf dem Podium. Und selbst beim einzigen dieser Rennen ohne Top-drei-Platzierung fehlten lediglich acht Sekunden.
Das Baskenland hat mir Selbstvertrauen gegeben – jetzt sehen wir, was in der Schweiz möglich ist.
Starke Serie ohne Druck fortsetzen
Mit diesem Rückenwind geht er selbstbewusst, aber ohne zusätzlichen Druck an den Start – im Wissen, dass jedes Rennen ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Tour de France ist.
Florian Lipowitz: „Der zweite Platz im Baskenland hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Die Woche danach war nicht komplett strukturiert, aber ich glaube, die Form ist da. Jetzt schauen wir, was in der Schweiz möglich ist.“
Ein Prolog und fünf anspruchsvolle Etappen mit rund 14.000 Höhenmetern spiegeln das Profil der Westschweiz wider, in dem flache Kilometer kaum eine Rolle spielen und gleichmäßige Anstiege die Landschaft ausmachen. Eine Ausgangslage, die Florian Lipowitz entgegen kommt.
Anspruchsvolles Profil entscheidet im Finale
Das kurze Auftaktzeitfahren in Villars-sur-Glâne dürfte zunächst nur kleine Abstände bringen, bevor bereits am Mittwoch ein fast neun Kilometer langer Anstieg für eine erste Selektion sorgt. Auch an den folgenden Tagen bleibt das Profil fordernd: ständiges Auf und Ab am Donnerstag verlangt Aufmerksamkeit, während ein weiterer längerer Anstieg am Freitag erneut Kletterqualitäten fordert.
Die Entscheidung fällt am Wochenende. Am Samstag geht es direkt nach dem Start bergauf, mehrere Anstiege prägen den Tag und dürften die Gesamtwertung entscheidend beeinflussen. Den Abschluss bildet am Sonntag die Bergankunft in Leysin, die über den Gesamtsieg entscheidet. Dort war Florian Lipowitz vor zwei Jahren ganz nah dran an seinem ersten WorldTour-Etappensieg – legte aber mit Platz drei in der Gesamtwertung den Grundstein für seinen Durchbruch auf diesem Niveau.
Starkes Team für ein Top-Ergebnis
Neben Kapitän Florian Lipowitz steht mit Primož Roglič ein Fahrer am Start, der die Rundfahrt bereits zweimal gewinnen konnte.
Finn Fisher-Black, Dani Martínez und Jan Tratnik reisen direkt von Lüttich–Bastogne–Lüttich an, wo sie Remco Evenepoel zum zweiten Monument-Podium der Saison gefahren haben.
Komplettiert wird das Aufgebot von den Neoprofis Adrien Boichis und Luke Tuckwell, die in der Romandie ihr Debüt geben.
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