Remco Evenepoel sprintet aufs Podium von Lüttich-Bastogne-Lüttich.
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Remco Evenepoel beendet auch Lüttich-Bastogne-Lüttich auf dem Podium

Nach der Flandern-Rundfahrt hat Remco Evenepoel auch sein zweites Monument im Trikot von Red Bull - BORA - hansgrohe als Dritter beendet.
Von: RBH
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Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich gewann der 26-Jährige den Sprint einer großen Verfolgergruppe hinter Tadej Pogacar und Paul Seixas.
Anders als geplant fand sich Remco gemeinsam mit Nico Denz schon nach wenigen Kilometern in einer riesigen Spitzengruppe wieder, die vom Feld zunächst nicht verfolgt wurde und deswegen einen großen Vorsprung herausfahren konnte. Als es in den entscheidenden Teil des Tages ging, blieb die Zusammenarbeit jedoch auf der Strecke, sodass das Rennen 80 Kilometer vor dem Ziel bei Null begann.

Vorentscheidung fällt an der Cote de la Redoute

An der immer wieder rennentscheidenden Cote de la Redoute bei noch 35 zu fahrenden Kilometern war dann kein Kraut gegen Pogacar und Seixas gewachsen. An der Seite von Jai Hindley, der das Ziel ebenfalls in der großen Verfolgergruppe erreichte, kämpfte Remco darum, alle weiteren Ausreißversuche zu unterbinden, um in Lüttich schließlich noch aufs Podium zu sprinten.
Remco Evenepoel bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

Remco Evenepoel bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

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Remco Evenepoel: "Es war ein seltsamer Tag. Ich befand mich plötzlich in der Ausreißergruppe. Das war reiner Zufall. Ich war gerade an der Spitze des Hauptfeldes, als es sich aufteilte. Und dann wurde es etwas seltsam. Der dritte Platz ist ein ziemlich gutes Ergebnis. Ich glaube, ich musste mich erst ein wenig erholen, nachdem ich in der Ausreißergruppe war, und dann habe ich alles gegeben, um aufs Podium zu kommen. Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Podium zu stehen.“
Klaas Lodewyck, Sportlicher Leiter "Heute ging es sehr schnell los, 53 Fahrer setzten sich ab. Wir hatten Nico und Remco dabei. Das war eigentlich nicht geplant, aber plötzlich war es passiert. Das Hauptfeld reagierte nicht wirklich, also beschlossen wir, Remco und Nico einfach dort zu lassen, um zu sehen, was passieren würde. Wir hatten einen großen Vorsprung, aber in dem Moment, als sie diesen Abstand wirklich halten mussten, fingen alle an, sich gegenseitig anzusehen, und dann haben wir viel Zeit verloren. Am Ende konnten wir Pogacar und Seixas nicht folgen, aber wir konnten uns danach wieder zurückkämpfen und mit der Hilfe von Jai dennoch ein großartiges Ergebnis erzielen: den dritten Platz bei einem Monument. Wir waren auf mehr aus, aber wir müssen mit dem zufrieden sein, was wir erreicht haben.“
Remco Evenepoel auf dem Podium in Lüttich

Remco Evenepoel auf dem Podium in Lüttich

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Erst Pause, dann Tour-Vorbereitung

Nach dem Abschluss seiner ersten Saisonphase mit sieben Saisonsiegen, unter anderem dem beim Amstel Gold Race, sowie den beiden Podiumsplatzierungen in den Monumenten, steht für Remco nun eine Pause dann. Danach beginnt mit einem Höhentrainingslager und der Tour Auvergne - Rhône-Alpes die Vorbereitung auf die Tour de France.

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