Die Itzulia Basque Country 2026 ging mit einer kurzen, aber anspruchsvollen Schlussetappe von Goizper-Antzuola nach Bergara zu Ende. Auf 135 Kilometern und über sechs Anstiege hinweg sowie bei anhaltendem Regen entwickelte sich ein ständig wechselndes Rennen mit einem spannenden Kampf um die Gesamtwertung.
Für Red Bull – BORA – hansgrohe stand am Ende ein Platz auf dem Gesamtpodium zu Buche: Florian Lipowitz sicherte sich nach einer hart umkämpften letzten Etappe Rang zwei in der Gesamtwertung.
Die Etappe begann aggressiv, mit einer frühen Ausreißergruppe, bevor sich dahinter eine größere Verfolgergruppe von rund 30 Fahrern bildete. Unter ihnen befanden sich auch Klassementfahrer, darunter Tobias Halland Johannessen. Trotz der kurzen Distanz wuchs der Vorsprung zur Spitze auf über vier Minuten an.
Im weiteren Rennverlauf setzten auf den Anstiegen die entscheidenden Aktionen der Favoriten ein. Am zweiten Anstieg nach Gorla führten Attacken im Feld zu Reaktionen der Hauptfavoriten, wobei Lipowitz zu den aktiven Fahrern gehörte, die auf die Vorstöße reagierten und Druck auf den Gesamtführenden ausübten. Später, rund 60 Kilometer vor dem Ziel, entstand an einem Anstieg eine vorentscheidende Gruppe mit Lipowitz, Paul Seixas und Ion Izagirre, während Primož Roglič diese Gruppe verpasste und in der Folge nicht mehr zur Spitze aufschließen konnte.
Von da an zerfiel das Rennen in mehrere Gruppen. Seixas konnte sich zwischenzeitlich allein absetzen, wurde jedoch wieder gestellt, während die Ausreißergruppe weiterhin um den Tagessieg kämpfte. Dahinter konzentrierte sich Lipowitz auf die Gesamtwertung, da Johannessen, der sich in der Ausreißergruppe befand, eine Gefahr für seinen zweiten Gesamtrang darstellte.
Am Schlussanstieg nach Asentzio fiel die Entscheidung um den Etappensieg in der Spitzengruppe, aus der sich August mit einer Attacke löste und schließlich als Solosieger in Bergara ankam. Dahinter blieb der Kampf um die Gesamtwertung bis zum Schluss offen. Johannessen kämpfte um jede Sekunde, doch Lipowitz verteidigte Rang zwei in der Gesamtwertung mit einem Vorsprung von nur drei Sekunden und erreichte gemeinsam mit Seixas im strömenden Regen das Ziel.
Nach sechs anspruchsvollen Tagen im Baskenland sicherte sich Lipowitz dank seiner konstanten Leistungen über die gesamte Woche einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung hinter dem Gesamtsieger Paul Seixas.
Eine harte Woche geht zu Ende. Es war eine wirklich schwere Etappe. Ich bin froh, dass wir trotzdem noch den zweiten Platz sichern konnten, auch wenn es am Ende nur drei Sekunden waren. Insgesamt bin ich sehr zufrieden damit, wie wir als Team gefahren sind. Ein großer Dank gilt der gesamten Mannschaft, sowohl den Fahrern als auch dem Staff. Ich denke, wir können zufrieden sein. Jetzt heißt es auf jeden Fall, ein paar Tage zu regenerieren und sich dann auf die nächsten Ziele vorzubereiten.