Die Saison beginnt, der erste Renntag steht an. Wie anders fühlt sich der Auftakt in diesem Jahr an?
Die Vorbereitung lief gut und daher ist die Vorfreude groß. Ich freue mich auf das Jahr, auf die Ziele, die ich mir gesetzt habe. Wahrscheinlich bin ich vom Kopf her ein anderer Fahrer als vor einem Jahr, aber ich versuche beizubehalten, was auch in den letzten Jahren funktioniert hat.
Es ist ein gutes Gefühl, bald wieder eine Startnummer anheften zu können. In einem neuen Team ist der Start in die Saison immer besonders. Es ist eine andere Form der Aufregung.
Wie war die Offseason?
Meine Pause war super lang, und auch deshalb wollte ich relativ schnell in den Süden gehen, wo es warm ist. Die Vorbereitung lief ohne Probleme und war gut. Vom Training her habe ich nicht allzu viel ändern müssen.
Es war ein wenig mehr los als in den Vorjahren. Es gab viele Dinge zu besprechen und zu testen. Ich war in den USA im Windtunnel von Specialized, im APC von Red Bull. Und natürlich mit dem Team im Trainingslager.
Jetzt beginnt die Saison direkt mit einem Mannschaftszeitfahren, was eher selten ist. Wie geht man damit um?
Es ist schon besonders. Direkt mit einem TTT ist wahrscheinlich noch niemand in die Saison gestartet. In einem normalen Straßenrennen kann man sich immer noch ein paar Stunden daran gewöhnen, bevor das Finale ansteht. Aber jetzt geht es sofort los: Ungefähr 25 Minuten Vollgas und Schmerz in den Beinen.
Im Rennen selbst hat man kaum Zeit darüber nachzudenken, wie hart es gleich wird, das ist in dem Moment vielleicht von Vorteil. Die Vorbereitung ist das entscheidende. Wir haben sehr viel Zeit investiert. Ich denke, wir sind gut vorbereitet.
Letztlich kann man aber auch so viel trainieren, wie man will: Im Rennen zählt es. Aber niemand weiß, wo er zu diesem Zeitpunkt der Saison steht. Auch deswegen sollten wir es vielleicht ein wenig relaxter angehen. Damit meine ich nicht, dass wir nicht Alles geben werden. Es ist ein wichtiger Tag, aber nicht der wichtigste der Saison. Es ist kein Geheimnis, dass wir hier sind, um uns auf die Tour de France vorzubereiten. Wenn wir daraus für Juli unsere Schlüsse ziehen, können wir jetzt auch noch Fehler machen. Es kann jetzt auch noch nicht perfekt sein.
Was sind die wichtigsten Aspekte in einem Mannschaftszeitfahren? Was entscheidet über Erfolg und Misserfolg?
Es geht vor allem um Vertrauen und Kommunikation. Als wir mit den ersten Trainings für das TTT begonnen haben, war durchaus ein Zögern zu spüren. Beim zweiten Mal wurde es besser, beim dritten noch mehr. Jeder weiß, was er zu tun hat. Je näher das Rennen rückt, desto besser wird die Zusammenarbeit. Ein Mannschaftszeitfahren ist zwar eine Teamleistung, aber es ist wichtig, dass sich jeder Fahrer auf seine eigenen Aufgaben konzentriert. Wir haben Spaß auf dem Rad, wir lachen, diskutieren auf die richtige Art. Wenn jemand einen Fehler macht, gesteht er den auch ein. Es ist wichtig, dass wir so ehrlich miteinander umgehen können.
Es geht vor allem um Vertrauen und Kommunikation.
Wie sehe ein guter Start in die Saison aus?
Das wäre natürlich ein Sieg im Mannschaftszeitfahren. Für mich persönlich, aber auch für das ganze Team wäre das ein wichtiger Erfolg, denn er würde uns wirklich pushen und für den Saisonverlauf ein gutes Gefühl geben.
Natürlich wollen wir das Beste rausholen, was möglich ist. Dass wir gewinnen wollen, sieht man allein an dem Team, mit dem wir an den Start gehen. Ich denke, wir werden uns gut verkaufen. Ich bin zuversichtlich.
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TTT-Training auf Mallorca
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