Auf dem fünften Teilstück der Rundfahrt war nach vier Bergen im Vorfeld noch der mehr als 16 Kilometer lange Schlussanstieg hinauf ins Skigebiet La Molina zu bewältigen. Jai Hindley führte die das verbliebene Hauptfeld in das Finale. Als zehn Kilometer vor dem Ziel die Attacken begannen, war Florian hellwach und konterte die Angriffe der Konkurrenz.
"Ich bin die ersten Moves mitgegangen und wir haben es dann auch geschafft, vor dem Rest des Feldes zu bleiben", sagte der 25-Jährige. "Der Anstieg war sehr hart, es gab viel Gegenwind. Und Jonas Vingegaard" - der Tagessieger - "war einfach auf einem anderen Level heute."
Ich denke, dass wir am Ende eine gute Leistung und ein überzeugendes Teamwork auf die Strecke gebracht haben.
Das erkannte Florian neidlos an. Doch er sah auch seine Mannschaft, die einen guten Eindruck gemacht hatte. "Ich denke, dass wir am Ende eine gute Leistung und ein überzeugendes Teamwork auf die Strecke gebracht haben." Mit Remco Evenepoel zusätzlich auf Rang sechs war Red Bull - BORA - hansgrohe das einzige Team, das zwei Fahrer in die Top 10 gebracht hatte.
Schwieriges Abschlusswochenende mit positiven Erinnerungen steht bevor
"Lipo war vorne, deshalb war es nicht meine Aufgabe, nachzuführen", erklärte Remco. "Ich habe getan, was ich musste: warten. Auf den letzten zwei Kilometern habe ich dann ein kleines bisschen gepusht und dann meinen Sprint angesetzt. Und das war sicher okay so."
Die Sturzfolgen der 3. Etappe noch in den Knochen, wäre allerdings auch in anderer Konstellation vielleicht nicht allzu viel mehr drin gewesen. "Er musste noch ein bisschen dafür bezahlen", sagte auch DS Patxi Vila. "Trotzdem war das für ihn ein sehr positives Ergebnis. Insgesamt habe ich auch eine gute Performance des Teams gesehen. Nachdem wir die Spitzengruppe mit fünf starken Fahrern verpasst hatten, war es an uns, das Rennen danach zu kontrollieren. Aber das haben wir gut gemacht."
Red Bull - BORA - hansgrohe kontrolliert das Feld der Katalonien-Rundfahrt
© Getty Images / Red Bull Content Pool
Ein schwieriges Wochenende - eine weitere Bergankunft am Samstag und die Schlussetappe in Barcelona, auf der sich vor einem Jahr mit einer spektakulären Fahrt Primož Roglič noch den Gesamtsieg sicherte - stehen nun noch auf dem Programm. "Zwei Tage haben wir noch vor uns. Wir müssen sehen, was auf uns zukommt – aber insgesamt fühle ich mich ziemlich gut", sagte Florian mit Blick auf das Bevorstehende.
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