Ben, wie würdest du deine Rolle bei der Valencia-Rundfahrt beschreiben?
Wir wollten in Spanien viel Verantwortung übernehmen – das war von Beginn an unser Ziel. Dafür gab es einen guten Grund: Bei der ersten Rundfahrt mit Remco war es uns wichtig, zu zeigen, wie wir als Topteam auftreten können. Meine Aufgabe war es dabei , das Team durch die hügeligen Abschnitte zu führen, auf den steileren Anstiegen ein hartes Tempo anzuschlagen und das Feld zu verkleinern. So konnten wir alles dafür vorbereiten, dass Remco und auch Giulio ihre Attacken setzen konnten.
Wie habt ihr euch auf das Rennen vorbereitet?
Auch wenn die Valencia-Rundfahrt kein WorldTour-Rennen ist, so ist der physische Aufwand in solchen Rennen extrem hoch. Da wir das Rennen bestimmen wollten, sind wir jeden Tag an der Spitze gefahren. Für mich als Helfer hat es sich daher ausgezahlt, davor ein Höhentrainingslager auf dem Teide absolviert zu haben und gleich mit sehr guter Form in diese wichtige erste Rundfahrt des Jahres zu starten.
Wenn du als Helfer im Rennen arbeitest, spiegelt sich das oft nicht in deinen persönlichen Ergebnissen wider. Wie gehst du damit um?
Das stimmt. Aber offen gesagt macht es mich sogar zufriedener, so einen Gesamtsieg mit dem Team zu holen, als selbst vielleicht nur in den Top 10 oder Top 15 zu landen. Als guter Domestik musst du einfach in der Lage sein, dich genauso über die Leistung deiner Leader zu freuen wie über deine eigene.
Wie wichtig ist dabei die Stimmung im Team für dich?
Mental fällt es mir leicht, mich voll zu committen, wenn du ein Team von Leuten um dich hast, die so gut zusammenarbeiten und die Arbeit des jeweils anderen wirklich wertschätzen. Dann ist es immer einfacher, mental auf höchstem Niveau zu performen, weil ich am Ende diese Anerkennung spüre – nicht nur von Remco, sondern von der gesamten Gruppe, mit der wir in Valencia waren. Und das ist in meinen Augen ziemlich cool.