Die Tour de Suisse beginnt am Mittwoch mit einem neuen Format und einem anderen Rhythmus. Was früher ein achttägiges Etappenrennen war, ist in diesem Jahr auf fünf Etappen verkürzt worden. Entstanden ist ein kompaktes Rennen von Sondrio bis Villars-sur-Ollon.
Für Red Bull – BORA – hansgrohe gehen Primož Roglič, Giovanni Aleotti, Finn Fisher-Black, Alexander Hajek, Emil Herzog, Aleksandr Vlasov und Frederik Wandahl an den Start.
Die Rollenverteilung im Team ist klar: Primož geht als Kapitän für die Gesamtwertung ins Rennen. Mit Finn Fisher-Black und Aleksandr Vlasov hat die Mannschaft zugleich weitere Optionen für eine abwechslungsreiche Rennwoche.
„Das Konzept der Tour de Suisse ist komplett anders als in der Vergangenheit“, sagt Sportlicher Leiter Sven Vanthourenhout. „Früher war es ein deutlich längeres Etappenrennen. Jetzt sind es nur noch fünf Tage, mit ziemlich kurzen Etappen und einem Zeitfahren am vierten Tag.“
Das Konzept der Tour de Suisse ist komplett anders als in der Vergangenheit
Kompaktes Rennen ohne sanften Auftakt
Das Rennen beginnt in Sondrio mit einer anspruchsvollen ersten Etappe, die zunächst über flachere Straßen führt, in der zweiten Hälfte aber selektiver wird. Die zweite Etappe rund um Locarno folgt einem ähnlichen Muster, mit kurzen, steilen Anstiegen im Finale.
Für das Team wird es an den ersten beiden Tagen vor allem darum gehen, gut positioniert zu bleiben und in der Gesamtwertung keine frühe Zeit zu verlieren.
„Die ersten beiden Etappen sind Etappen mit kurzen, steilen Anstiegen, auf denen wir aufmerksam sein und sicherstellen müssen, dass wir mit Primož keine Zeit verlieren“, sagt Vanthourenhout. „Das wird wirklich wichtig.“
Ein Tag mit verschiedenen Szenarien
Die dritte Etappe mit Start und Ziel in Bad Ragaz bringt erneut ein hügeliges Profil, allerdings liegen die schwierigsten Abschnitte früher im Rennen. Dadurch sind mehrere Szenarien möglich: eine Ausreißergruppe, ein selektives Rennen oder ein reduzierter Sprint, falls das Feld vor dem Ziel wieder zusammenläuft.
Für Red Bull – BORA – hansgrohe könnte es auch ein Tag sein, um mit Finn Fisher-Black auf ein Ergebnis zu fahren.
„Die dritte Etappe kann eine Ausreißeretappe werden, aber auch in einem reduzierten Sprint enden“, sagt Vanthourenhout. „Dort hoffen wir, mit Finn Fisher-Black um ein gutes Ergebnis und vielleicht sogar um einen Etappensieg fahren zu können, wenn sich die Möglichkeit ergibt.“
Der Schlüsseltag gegen die Uhr
Nach drei Straßenetappen steht in Aarburg das Einzelzeitfahren auf dem Programm. Der 23,8 Kilometer lange Kurs folgt am vierten Tag und dürfte vor der abschließenden Bergetappe ein wichtiger Moment für die Gesamtwertung werden.
Ein letzter Test in den Bergen
Die Tour de Suisse endet in Villars-sur-Ollon mit der Königsetappe des Rennens. Der Schlusstag führt über einen anspruchsvollen Bergrundkurs und mehrmals über den Col de la Croix, mit insgesamt mehr als 4.000 Höhenmetern.
Es ist ein harter Abschluss des Rennens. Da die Gesamtwertung nach dem Zeitfahren voraussichtlich noch offen sein wird, könnte die letzte Etappe über den Gesamtsieg entscheiden.
„Der fünfte Tag ist die Königsetappe in den Bergen, und sie ist wirklich sehr, sehr schwer“, sagt Vanthourenhout. „Außerdem wird sie auf einem Rundkurs ausgetragen, was neu ist.“
Das Team für die Schweiz
Auf fünf kurzen, aber anspruchsvollen Etappen will Red Bull – BORA – hansgrohe vom ersten Kilometer an aufmerksam bleiben, Primož in der Gesamtwertung schützen und die Chancen nutzen, wenn sie sich bieten.
„Wir haben Primož als unseren Leader“, sagt Vanthourenhout. „Mit Finn Fisher-Black und Vlasov haben wir Fahrer, die um einen Etappensieg kämpfen können, und die anderen Jungs werden sie unterstützen.“
Die Tour de Suisse 2026 beginnt am Mittwoch, 17. Juni, in Sondrio und endet am Sonntag, 21. Juni, in Villars-sur-Ollon.