Mit zwei Tagessiegen und Platz zwei in der Gesamtwertung steht nach 21 Etappen in Paris für die Mannschaft die bis dato erfolgreichste Frankreichrundfahrt überhaupt zu Buche. Erfolgsgarant war dabei Remco Evenepoel, der unterstützt von einer starken Gruppe um sich herum sowohl Bestmarken für sich selbst als auch das Team aufstellte.
Erstmals in seiner Karriere beendete Remco die Tour als Zweiter, wobei er sich als äußerst konstant erwies. Neben seinen beiden Siegen auf den Etappen 15 und 16 rund um den zweiten Ruhetag, zunächst bei der Bergankunft am Plateau de Solaison und danach im Zeitfahren, fuhr der Belgier auf drei weiteren Teilstücken unter die Top 3. An 14 von 21 Renntagen rangierte er in der Gesamtwertung auf dem Podium.
Im Kreis der Grand-Tour-Teams etabliert
Und auch für Red Bull - BORA - hansgrohe ist Platz zwei in der Endabrechnung ein Novum. Damit toppte Remco noch einmal das Ergebnis aus dem Vorjahr, als Florian Lipowitz neben dem Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers auch Rang drei in der Gesamtwertung mit nach Hause nahm. Umso bemerkenswerter ist dieses Resultat, weil das Team den Schlussakt der Rundfahrt ohne seinen zweiten Gesamtklassementfahrer bestreiten musste.
Die Entwicklung der jüngeren Tour-Vergangenheit zeigt dabei eine klare Tendenz. Nach Platz vier 2019 durch Emanuel Buchmann, den beiden Fünften Wilco Keldermann und Aleksandr Vlasov 2021 und 2022 sowie dem ersten Podium im Vorjahr ist das Ergebnis der Tour de France 2026 nun der nächste Meilenstein in der Entwicklung des Teams. Es unterstreicht, dass Red Bull - BORA - hansgrohe auf dem richtigen Weg ist und sich im Kreis der erfolgreichsten Grand-Tour-Mannschaften etabliert hat.
Remco Evenepoel: "Ich kam mit einem klaren Ziel zur Tour: eine Etappe gewinnen und die Gesamtwertung auf dem Podium beenden. Das hat funktioniert, es sind sogar zwei Etappen geworden. Ich bin sehr glücklich mit dem, was wir als Team erreicht haben. Und es zeigt, dass ich meine Karriereziel, alle drei Grand Tours zu gewinnen, noch nicht beerdigen muss."
Ralph Denk, CEO: "Die Gesamtwertung ist das, was die Tour ausmacht. Da sind wir Zweiter geworden und das ist ein Riesenerfolg. Vielleicht lässt sich das in den nächsten Jahren noch steigern – es bleibt mein Traum, in Paris auch mal in Gelb einzufahren. Die Grand Tours sind auf jeden Fall die Rennen, auf die wir uns weiter konzentrieren wollen.Davon abgesehen hat das Team gerade auf der vorletzten Etappe nochmal gezeigt, dass wir uns nicht mit dem zufrieden geben, was wir schon haben, sondern den Drang haben zu gewinnen. Das ist das, was ich unter attraktivem Radsport verstehe."