Florian Lipowitz at the Tour de Romandie
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WorldTour

Viertes Podium in Folge: Red Bull – BORA – hansgrohe prägt die Romandie

Die Königsetappe der Tour de Romandie hielt, was sie versprach – und Red Bull – BORA – hansgrohe machte von Beginn an klar: Heute wird angegriffen.
Von: RBH
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Schon im Startbereich deutete alles darauf hin. Bei frühsommerlichen Temperaturen standen die Tacx-Smarttrainer vor dem Teambus. Ein klares Signal: Vollgas von Kilometer null.
Denn die nur 150 Kilometer hatten es in sich. Der Jaunpass – dreimal zu überqueren, direkt vom Start weg bergauf. Eine Etappe, die keinen Rhythmus zulässt. Perfekt für eine offensive Taktik.

Die Taktik: Primož Roglič als Speerspitze

Das Team ging mit einem klaren Plan in den härtesten Tag der Rundfahrt – und Primož Roglič spielte dabei die Schlüsselrolle.
Primoz Roglic in front

Primoz Roglic in front

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Diese Etappe war schon vor Rennbeginn im Performance Plan mit einem Wort markiert: Angriff. Um genau hier zuzuschlagen, hatte Primož in den Tagen zuvor bewusst Kräfte in den Finals gespart – nur mit Blick darauf, im Gesamtklassement Zeit zu verlieren. Alles für diesen Moment. Das Ziel: Primož in die entscheidende Ausreißergruppe bringen.
Und der Plan ging auf. Gemeinsam mit sechs Fahrern setzte er sich ab, der Vorsprung wuchs auf drei Minuten. Doch das Gelbe Trikot hatte eigene Ideen – das Feld ließ die Gruppe nie wirklich ziehen.
Primoz Roglic attacking

Primoz Roglic attacking

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Am letzten Anstieg des Jaunpasses zeigte Roglič erneut seine Klasse: Gemeinsam mit Paret-Peintre blieb er allein an der Spitze und kämpfte um jede Sekunde. Erst drei Kilometer vor dem Gipfel schlossen die Topfavoriten auf. Das Rennen begann von Neuem.

Florian Lipowitz übernimmt – und liefert ab

Ab diesem Moment rückte das zweite Ziel in den Fokus: die Gesamtwertung mit Florian Lipowitz. Es ging darum, Platz zwei als gute Ausgangsposition vor dem morgigen Finale weiter zu festigen. Und der junge Deutsche lieferte eindrucksvoll.
Quotation
Ich bin super happy mit dem Tag – vor allem damit, wie wir als Team gefahren sind.
Als einziger Fahrer konnte er die Tempoverschärfung von Tadej Pogačar mitgehen. Erst im letzten Kilometer des Anstiegs musste er abreißen lassen. Er fuhr mit seinem Tempo weiter und hielt in der Abfahrt den Rückstand immer konstant bei nur wenigen Sekunden. Gleichzeitig baute er aber seinen Vorsprung auf die Verfolger deutlich aus.
Florian Lipowitz on the wheel

Florian Lipowitz on the wheel

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Das Ergebnis: Platz zwei auf der Etappe – und ein weiteres Ausrufezeichen.
Florian Lipowitz: „Ich habe mich den ganzen Tag gut gefühlt. Der Plan war, Pogačar so lange wie möglich zu folgen. Im letzten Kilometer am Berg war ich am Limit, danach habe ich versucht, mein Tempo zu finden. Ich bin super happy mit dem Tag – vor allem damit, wie wir als Team gefahren sind.“

Fazit: Teamstärke als Schlüssel

Viertes Podium in Folge – Red Bull – BORA – hansgrohe bestätigt einmal mehr seine Rolle als eines der prägendsten Teams dieser Romandie und führt auch dank dieser mannschaftlichen Breite souverän die Teamwertung an. Mit mutiger Taktik, klarem Plan und starker Umsetzung.

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Primož Roglič

Primož Roglič ist ein slowenischer Radprofi und mehrfacher Grand-Tour-Sieger. Der frühere Skispringer überzeugt durch seine Vielseitigkeit, sein taktisches Gespür und Erfolge wie den Olympiasieg 2021.

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Florian Lipowitz

Florian Lipowitz zählt mit seinem außergewöhnlichen Talent und unermüdlichem Ehrgeiz bereits jetzt zu den besten Fahrern im internationalen Radsport.

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