Frederik Wandahl ist seit seinem Wechsel ins Team im Alter von 19 Jahren WorldTour-Profi. Heute ist er 25, und nachdem sich sein Grand-Tour-Debüt immer wieder verzögert hatte, steht er nun endlich bei La Vuelta am Start – mit sechs Saisons Erfahrung, einem ausgeprägten Gespür dafür, Rennen zu lesen, und drei Wochen, in denen er beides einsetzen kann.
Dass Wandahl in Monaco als Grand-Tour-Debütant antritt, hat etwas Widersprüchliches.
Das Wort Debüt steht normalerweise für Anfänge: für Neues, erste Eindrücke, eine gewisse Eingewöhnungsphase. Doch nur wenig am Rennsport auf WorldTour-Niveau ist für Wandahl noch neu. Seit 2021 gehört er demselben Team an. Mit 19 kam er dazu und entwickelte sich zu einem Fahrer, dem man gerade wegen jener Qualitäten vertraut, die Erfahrung voraussetzen: Urteilsvermögen, Vielseitigkeit und die Fähigkeit zu erkennen, wie sich ein Rennen entwickelt, statt nur an dem festzuhalten, wie es laut Plan verlaufen sollte.
Mit 25 hat er bereits sechs Saisons auf höchstem Niveau hinter sich. Nur die dreiwöchige Version davon fehlte bislang in seinem Palmarès.
La Vuelta ändert das.
Vielleicht macht genau das diese erste Grand Tour so interessant. Wandahl kommt weder als unerfahrener Neuling noch mit der Selbstverständlichkeit eines Fahrers, der das alles schon zehnmal erlebt hat. Er weiß sehr genau, was für ein Fahrer er ist, und ist zugleich neugierig darauf, was drei Wochen über ihn offenbaren könnten.
Sechs Saisons, eine Premiere
Als Wandahl 2021 zu BORA – hansgrohe wechselte, war er gerade einmal 19 Jahre alt. Das Team um ihn herum hat sich in den Jahren seither erheblich verändert – ebenso seine Rolle darin.
„Die Umstellung auf den Rennsport in der WorldTour war ehrlich gesagt ziemlich schwierig“, sagt er über seine ersten Jahre. „Aber ich habe viel mehr gelernt, als ich je erwartet hätte.“
Noch auffälliger ist heute, wie weit der 19-Jährige von damals von dem Fahrer entfernt ist, der nun in Monaco spricht.
„Heute weiß ich viel besser, was für ein Fahrertyp ich bin, was ich ins Team einbringen kann und wo ich mich noch verbessern möchte. Man muss sich jedes Jahr anpassen, und ich habe immer versucht, kleine Dinge zu finden, die mich weiterbringen.“
Das ist eine weniger spektakuläre Form der Entwicklung als jene, die bei jungen Fahrern gewöhnlich mit großen Worten beschrieben wird. Sechs Jahre auf WorldTour-Niveau haben Wandahl etwas weniger Auffälliges, dafür vermutlich Wertvolleres gegeben: ein sehr genaues Verständnis davon, was für ein Fahrer er ist.
Auch das Team um ihn herum hat sich verändert. Seine Ambitionen sind gewachsen, insbesondere bei Etappenrennen und im Kampf um die Gesamtwertung, und Wandahl hat innerhalb dieser Entwicklung seinen Platz gefunden.
„Seitdem hat sich das Team von einer Mannschaft, die Etappensiege und individuelle Chancen gesucht hat, zu einem Team mit enormen Ambitionen in der Gesamtwertung entwickelt“, sagt er. „Ich glaube, ich habe mich in diese Richtung mitentwickelt.“
Diese Vuelta spiegelt beide Seiten dieser Entwicklung wider. Red Bull – BORA – hansgrohe geht mit dem Ziel ins Rennen, Etappen zu gewinnen, und behält zugleich die Gesamtwertung im Blick. Wandahl wurde auch deshalb nominiert, weil er zwischen diesen beiden Zielen agieren kann. Sportlicher Leiter Sven Vanthourenhout hob insbesondere sein taktisches Verständnis hervor – eine Stärke, die das Team in Ausreißergruppen, beim Nutzen von Rennsituationen und im Dienst des übergeordneten Rennplans einsetzen möchte.
Es ist ein breites Aufgabenfeld. Und genau das gefällt Wandahl.
Ein verschobenes Debüt
Seine erste Grand Tour hätte eigentlich deutlich früher stattfinden sollen.
2023 bereitete er sich auf den Giro d’Italia vor, als ein Oberschenkel- und Hüftbruch diesen Plan zunichtemachte, noch bevor er überhaupt beginnen konnte. Zwei Jahre später folgte eine noch schwierigere Saison. Ein schwerer Sturz bei der Tour de Hongrie im Mai 2025 führte zu einer schweren Gehirnerschütterung und zwang ihn zu einer monatelangen Rennpause; ein weiterer Sturz später im selben Jahr bei der Tour of Guangxi brachte zusätzliche Verletzungen und die nächste Zwangspause.
Im Rückblick versucht er nicht, diese Zeit schönzureden.
„Das vergangene Jahr war für mich wirklich schwierig – körperlich, aber vor allem mental“, sagt er. „Es gab Momente, in denen es sich einfach so angefühlt hat, als sollte es nicht sein.“
„Meine Freunde, meine Familie und vor allem meine Freundin haben weiter an mich geglaubt und daran, dass es irgendwann wieder aufwärtsgehen würde. Es war ein Rückschlag nach dem anderen, und es hat sich angefühlt, als hätte es ewig gedauert, wieder auf ein ordentliches Niveau zu kommen.“
Anfang 2026 war die Vuelta von einem Wunsch zu einem realistischen Ziel geworden.
„Nach allem, was 2025 passiert ist, habe ich wirklich hart dafür gearbeitet, mich in eine Position zu bringen, in der ich für die Vuelta nominiert werden konnte. Jetzt, wo ich hier bin, fühle ich mich bereit und zuversichtlich – und freue mich ehrlich gesagt einfach riesig darauf, dass es endlich losgeht.“
Dass er nun endlich am Start steht, bringt eine gewisse Erleichterung mit sich, auch wenn Wandahl diesem Gefühl nicht zu viel Raum geben möchte. Wichtiger ist für ihn, was die Nominierung für seine weitere Entwicklung bedeutet.
„Es war eine ziemliche Achterbahnfahrt. Eigentlich hätte ich 2023 beim Giro mein Grand-Tour-Debüt geben sollen, aber dann habe ich mir den Oberschenkel gebrochen. Danach gab es mehrere Rückschläge, besonders im vergangenen Jahr.“
„Dass ich es nun endlich hierher geschafft habe, nimmt mir definitiv eine Last von den Schultern. Aber mehr noch als Erleichterung gibt es mir Selbstvertrauen. Ich glaube nach wie vor, dass ich mein Potenzial noch nicht ausgeschöpft habe, und hoffentlich ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung.“
Dass ich es nun endlich hierher geschafft habe, nimmt mir definitiv eine Last von den Schultern. Aber mehr noch als Erleichterung gibt es mir Selbstvertrauen.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Es geht nicht einfach nur um eine Gelegenheit, auf die Wandahl lange warten musste. Es ist eine Gelegenheit, die er bestmöglich nutzen möchte.
Die Dimension von drei Wochen
Eine Grand Tour wird häufig in Zahlen beschrieben: drei Wochen statt einer, 21 Etappen statt sieben.
Doch der Unterschied lässt sich natürlich nicht ganz so sauber in Zahlen fassen.
Wandahl hat längere Etappenrennen bestritten und weiß, was Erholung, Ermüdung und die Einteilung der eigenen Kräfte bedeuten. Was ihn an der Vuelta interessiert, ist die Frage, wie sich diese vertrauten Anforderungen verändern, wenn über drei Wochen hinweg kaum Raum für einen echten Neustart bleibt.
„Alle erzählen einem, dass drei Wochen Rennsport körperlich und mental etwas mit einem machen. Aber solange man es nicht selbst erlebt hat, weiß man es einfach nicht“, sagt er.
„Ich bin wirklich gespannt darauf, wie mein Körper darauf reagiert, drei Wochen lang jeden Tag Rennen zu fahren. Wie müde kann man sein und trotzdem noch Leistung bringen? Wie teilt man seine Kräfte ein, wenn man weiß, dass noch zwei Wochen Rennen vor einem liegen?“
„Mich interessiert auch die mentale Seite: wie man mit schlechten Tagen umgeht, wie man sich danach neu sortiert und wie sich die eigene Wahrnehmung von Müdigkeit im Laufe des Rennens verändert.“
Dabei geht es nicht um die Frage, ob er professionellen Radsport grundsätzlich aushalten kann. Das tut er seit sechs Jahren. Es geht darum, die eigenen Grenzen und Reserven genauer kennenzulernen.
Eine Grand Tour zwingt Fahrer dazu, ständig neu einzuschätzen, welche Reserven ihnen noch zur Verfügung stehen. Eine Belastung, die in Woche eins kaum der Rede wert ist, kann in Woche drei einen ganz anderen Preis haben. Ein schlechter Tag muss abgehakt werden, statt ihm nachzuhängen, weil am nächsten Morgen bereits die nächste Startlinie wartet. Regeneration ist dann nicht nur ein physiologischer Prozess, sondern ebenso eine Frage des Managements.
Wandahl interessiert, wohin all diese Berechnungen am Ende führen.
„Wie müde kann man sein und trotzdem noch Leistung bringen?“
Es ist eine täuschend einfache Frage. Nun hat er 21 Etappen Zeit, die Antwort darauf zu finden.
Das Rennen lesen, bevor es sich entwickelt
Bei dieser Vuelta gibt es noch eine weitere Frage rund um Wandahl – und sie hat weniger mit Ausdauer als mit Wahrnehmung zu tun.
Vanthourenhout bezeichnet taktische Rennintelligenz als eine der größten Stärken des Dänen. In einer Teampräsentation klingt das schön klar. Im Rennen selbst ist die Realität deutlich unübersichtlicher.
„Ich glaube, eine meiner Stärken ist es, Rennen zu lesen und verschiedene Szenarien zu erkennen, bevor sie sich vollständig entwickeln“, erklärt Wandahl. „Gerade wenn Entscheidungen sehr schnell getroffen werden müssen, bin ich ziemlich gut darin, meinem Instinkt zu folgen und dann auch konsequent zu einer Entscheidung zu stehen.“
„Manchmal passiert alles so schnell, dass die Information den Mannschaftswagen noch gar nicht erreicht hat. Dann müssen wir Fahrer selbst reagieren, damit wir nicht plötzlich ins Hintertreffen geraten.“
Es ist eine der weniger sichtbaren Fähigkeiten im Profiradsport. Am Morgen bekommt ein Fahrer einen Plan. Doch dieser Plan beruht auf einem Rennen, das es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gibt.
Dann fällt die Flagge.
Die Ausreißergruppe ist stärker als erwartet. Ein Team, das eigentlich kontrollieren sollte, tut es nicht. Ein gefährlicher Fahrer gelangt in eine Gruppe. Der Wind verändert den Charakter der Strecke. Ein Kapitän fühlt sich besser oder schlechter als erwartet. Wertvoll ist dann jener Fahrer, der die Absicht hinter dem Plan bewahren kann, auch wenn die Voraussetzungen, auf denen er beruhte, längst nicht mehr gelten.
„Ich glaube auch, dass ich ziemlich gut darin bin, die Taktik, die wir vor der Etappe besprochen haben, auf das zu übertragen, was tatsächlich auf der Straße passiert“, sagt Wandahl.
„Ein Rennen verläuft fast nie genau so, wie man es erwartet. Es geht also darum zu verstehen, was das Team erreichen will, und den Plan im Rennen laufend anzupassen.“
„Ein großer Teil dieser Arbeit ist im Fernsehen nicht unbedingt zu sehen. Vielleicht passiert sie 80 Kilometer vor dem Ziel, kann aber genauso wichtig sein wie das, was auf den letzten zehn Kilometern geschieht.“
Das ist eine überzeugende Definition taktischer Intelligenz, gerade weil sie nichts Mystisches hat. Es geht schlicht um die Fähigkeit, den Unterschied zwischen dem Befolgen von Anweisungen und dem Verstehen ihres eigentlichen Zwecks zu begreifen.
Die Arbeit zwischen den Höhepunkten
Grand Tours bleiben wegen ihrer sichtbaren Momente in Erinnerung: Attacken, Sprintankünfte, Jubel auf dem Gipfel, Trikots, die den Träger wechseln.
Ein großer Teil der Arbeit, die diese Bilder überhaupt erst möglich macht, geschieht abseits davon.
Für Wandahl bedeutet die Arbeit für die Kapitäne, ebenso diese weniger glamourösen Aufgaben zu übernehmen wie eine bestimmte Wattzahl aufs Powermeter zu bringen.
Da auf dem Weg nach Süden mit großer Hitze gerechnet wird, spricht er sofort über Kühlung: Flaschen im richtigen Moment, Eis vor einem entscheidenden Streckenabschnitt, kleine Maßnahmen, die sich über lange Rennnachmittage hinweg immer wieder wiederholen.
Doch das Prinzip reicht weit über die Kühlung hinaus.
„Dazu kommen die Positionierung, dafür zu sorgen, dass die Kapitäne nicht in Schwierigkeiten geraten, sicherzustellen, dass sie vor entscheidenden Abschnitten einer Etappe alles haben, was sie brauchen, und manchmal auch einfach nur in ihrer Nähe zu sein“, sagt er.
„Über drei Wochen macht das meiner Meinung nach einen großen Unterschied. Ein Kapitän sollte keine Energie damit verschwenden müssen, über all die kleinen Dinge nachzudenken. Genau da können wir als Teamkollegen ihm das Leben leichter machen.“
Bei einer Grand Tour geht es um mehr als darum, mit den eigenen Watt zu haushalten. Auch Aufmerksamkeit ist eine Ressource.
Ein guter Teamkollege nimmt seinem Kapitän Entscheidungen ab. Er merkt, dass eine Flasche gebraucht wird, bevor der Kapitän danach fragt. Er erkennt den Punkt auf der Strecke, an dem die Position entscheidend sein wird. Er liest, welcher Vorstoß eine Reaktion verlangt und welcher ohne Folgen ziehen gelassen werden kann.
Es ist eine weitere Ausprägung desselben Instinkts, über den Wandahl spricht, wenn er taktische Intelligenz beschreibt: früh zu erkennen, was gleich entscheidend wird.
Wenn sich das Rennen öffnet
Wandahls Vuelta muss nicht ausschließlich im Dienst der anderen stehen.
Die Zielsetzung des Teams ist bewusst breit angelegt. Etappensiege haben Priorität, wobei unterschiedliche Fahrer auf unterschiedlichem Terrain ihre Chancen suchen sollen. Die Ambitionen in der Gesamtwertung werden im Verlauf des Rennens immer wieder neu bewertet.
Das schafft Raum für einen Fahrer wie Wandahl.
Wie das Team ihn selbst beschreibt, ist aufschlussreich: offensiv und vielseitig, besonders stark auf welligem Terrain und in anspruchsvollen Eintagesrennen. Sein Wert bei der Vuelta könnte weniger darin liegen, einem bestimmten Fahrertyp zu entsprechen, als vielmehr darin, eine Rennsituation schnell genug zu erkennen, um sie nutzen zu können.
Er hat eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie der richtige Tag aussehen müsste.
„Zuerst muss ich in die richtige Ausreißergruppe kommen und die Beine haben, um um den Etappensieg zu kämpfen. Von da an geht es darum, clever zu fahren, Energie zu sparen, das Rennen zu lesen und in den entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
Dann kommt jener Moment, auf den jeder Fahrer in einer Ausreißergruppe wartet: der Punkt, an dem eine theoretische Chance plötzlich greifbar wird.
„Ich glaube, in einem Rennen kommt irgendwann der Punkt, an dem man spürt, dass die Chance wirklich da ist. Wenn ich mich in dieser Situation wiederfinde, will ich alles darauf setzen.“
„Man darf keine Angst davor haben zu verlieren. Man muss auf Sieg fahren und daran glauben, dass man es zu Ende bringen kann.“
Vielleicht sagt kein anderer Satz so viel darüber aus, wie Wandahl sich selbst als Fahrer versteht.
Taktische Intelligenz kann zunächst vorsichtig klingen: kalkulieren, urteilen, auf den richtigen Moment warten. Bei Wandahl steckt darin aber auch etwas Entschlossenes. Die Situation lesen, eine Entscheidung treffen – und dann dazu stehen.
„Ich habe viele Rückschläge durchgemacht, um hierherzukommen, aber ich weiß, wozu ich fähig bin. Wenn ich bei dieser Vuelta diese Chance bekomme, will ich sie nutzen.“
Frederik, Etappe 21
Man stelle sich den Fahrer vor, der in Monaco startet, und dann denselben Fahrer auf Etappe 21. Was hat sich zwischen diesen beiden verändert?
„Ich glaube, er wird besser verstehen, wo seine wirklichen Grenzen liegen – und vielleicht feststellen, dass sie weiter entfernt sind, als er gedacht hat“, sagt Wandahl.
„Ich bin neugierig darauf herauszufinden, wie viel der Körper über drei Wochen tatsächlich wegstecken kann. Man hört Geschichten davon, völlig leer zu sein und am nächsten Morgen trotzdem irgendwie wieder aufzustehen und ein Rennen zu fahren.“
„Vielleicht hat Frederik auf Etappe 21 eine völlig andere Vorstellung davon, was es bedeutet, müde zu sein.“
Es ist verlockend, eine erste Grand Tour mit enormer symbolischer Bedeutung aufzuladen. Wandahl selbst scheint sich wohler damit zu fühlen, die Bedeutung nicht größer zu machen, als sie ist.
Er möchte Granada erreichen. Er möchte zur Stelle sein, wenn das Rennen es verlangt. Er möchte dem Team zu Siegen verhelfen, eine eigene Chance nutzen, wenn sich eine ergibt, und nach drei Wochen ein kompletterer Fahrer sein als am Start.
Und bei all dem möchte er nicht vergessen, dass er nun endlich hier ist.
„Vor allem möchte ich alles auf mich wirken lassen. Ich habe lange auf diese Gelegenheit gewartet, und der Weg hierher war nicht immer geradlinig.“
„Natürlich möchte ich Leistung bringen und dem Team helfen, große Ergebnisse zu erzielen. Aber ich möchte auch nicht vergessen, dass dies meine erste Grand Tour ist. Davon habe ich geträumt, seit ich ein junger Fahrer war, und diesen Moment möchte ich ebenfalls genießen.“
Vielleicht hat Frederik auf Etappe 21 eine völlig andere Vorstellung davon, was es bedeutet, müde zu sein
In Monaco überwiegt die Vorfreude, begleitet von gerade genug Nervosität, dass sich das Ganze auf unerwartete Weise vertraut anfühlt.
„Ehrlich gesagt fühlt es sich ein bisschen so an wie damals, als ich als Kind zu meinem ersten Radrennen gefahren bin“, sagt er.
„Seit ich Profi bin, war es immer eines meiner großen Ziele, eine Grand Tour zu fahren. Dass ich sie nun endlich mit einem der größten Teams der WorldTour bestreiten kann, ist wirklich etwas Besonderes.“
Sechs Saisons nachdem er mit 19 zum Team kam, steht Wandahl nun endlich vor seinem ersten Grand-Tour-Start. Mit diesem Start verbinden sich Ambitionen und Verantwortung – und irgendwo zwischen den 21 Etappen könnten auch Chancen auf ihn warten.
„Und ich glaube, sobald wir wirklich Rennen fahren, wird es sich wahrscheinlich anfühlen wie jedes andere Radrennen auch“, sagt Wandahl.
„Nur eben ziemlich viel länger.“