Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Diesen Moment möchte ich jetzt einfach genießen.
Red Bull – BORA – hansgrohe hatte seine Taktik ganz auf den jungen Sprinter ausgerichtet. Die 197 Kilometer zwischen Schwäbisch Hall und Offenbach an der Queich verliefen vor allem im Schlussdrittel komplett flach – beste Voraussetzungen für eine Sprintentscheidung und damit für Magagnotti.
Im Finale spielten Danny van Poppel und Jarrad Drizners ihre Erfahrung aus und brachten den 19-Jährigen in eine ideale Position am Hinterrad von Magnier. Auf den letzten Metern übernahm Magagnotti selbst: Der endschnelle Italiener zog vorbei und feierte souverän seinen bislang größten Karriereerfolg.
Alessio Magagnotti: „Das ist einfach unglaublich. Ein riesiges Dankeschön an Danny, Jarrad und das gesamte Team. Sie haben mir diesen Erfolg fantastisch vorbereitet und mich perfekt positioniert. Ich habe versucht, so viel Energie wie möglich zu sparen und auf die Tipps des Teams zu hören. Auf den letzten 50 Metern habe ich einfach alles gegeben und konnte mich durchsetzen. Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung. Diesen Moment möchte ich jetzt einfach genießen.“
Als Rookie zum Profisieg
Dabei gehört Magagnotti zum Aufgebot der Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies. Mit seinem Sieg bei einem Rennen der UCI ProSeries zeigte er eindrucksvoll, warum das Team ihm bereits auf höchstem Niveau das Vertrauen schenkt.
Sein bislang bestes Ergebnis bei den Profis hatte Magagnotti Anfang Februar mit Rang drei bei der Trofeo Palma erzielt. Im U23-Kalender konnte er in dieser Saison bereits Siege bei der Istrian Spring Trophy und der Tour de Bretagne feiern.
Dass Deutschland ein gutes Pflaster für den Italiener ist, hatte er schon als Junior gezeigt. Vor zwei Jahren gewann er zwei Etappen der Saarland Trofeo. Mit seinem Etappensieg bei der Deutschland Tour hat Magagnotti sein Sprinttalent nun auch auf der großen Radsportbühne unter Beweis gestellt.