Wie so oft entschieden bei der Polen-Rundfahrt nur wenige Sekunden über den Ausgang des Rennens. Die ersten 13 Profis lagen nach sieben Etappen innerhalb von einer Minute.
Finn und Aleks in den Top 10 der Gesamtwertung
Auf Gesamtsieger Marco Brenner fehlten Finn am Ende zehn Sekunden, auf den Tagessieg im 12,5 Kilometer langen Abschlusszeitfahren waren es vier Sekunden auf Stefan Küng. Damit war er einen Wimpernschlag schneller als Callum, der Tagesdritter wurde. In der Gesamtwertung machte Aleksandr Vlasov die Top 10 rund.
Ich hoffe, dass Polen der Auftakt für eine gute Restsaison ist.
Nach drei Flachetappen, auf denen sich Jordi Meeus und Danny van Poppel nicht so gut wie erhofft in Szene setzen konnten, folgten die klassementrelevanten Tage. Auf den drei hügeligen Etappen war Finn immer in Schlagdistanz zu den Besten, wenngleich es nicht ganz für einen Etappensieg reichte. Platz acht, sieben und wieder acht brachten Finn vor dem abschließen Zeitfahren auf Rang sechs in der Gesamtwertung.
Neun aus Zehn - kein Team ist konstanter
Die gute Ausgangsposition nutze der 24-Jährige schließlich für den Sprung aufs Podium. Finns Konstanz in Polen ist dabei beispielhaft für die von Red Bull - BORA - hansgrohe im Saisonverlauf. Bei neun der zehn WorldTour-Rundfahrten in Europa, die beiden Grand Tours eingeschlossen, stand ein Fahrer des Teams auf dem Podium. Diese Bilanz kann keine andere Mannschaft vorweisen.
Finn Fisher-Black: "Ich hatte eine gute Woche in Polen. An den hügeligen Tagen war ich immer mit vorn dabei und hatte damit eine gute Ausgangsposition für das Zeitfahren, auf das wir von Anfang an ein Auge geworfen hatten. Ich kann mit dem Ausgang zufrieden sein. Vor allem nach einem nicht ganz einfachen Jahr mit einigen Ups und Downs. Ich hoffe, dass Polen der Auftakt für eine gute Restsaison ist."
Cesare Benedetti, Sportlicher Leiter: "Wir sind mit mehreren Zielen hier nach Polen gekommen, in erster Linie ging es aber mit Finn um die Gesamtwertung. An den ersten drei Tagen wollten wir mit Jordi um Tagessiege sprinten. Wir waren da im Finale immer dabei, der Sprint hat dann aber nicht richtig funktioniert. An den hügeligen Tagen waren wir immer wettbewerbsfähig, hätten mit Finn auch gerne eine Etappe mitgenommen. Wir konnten fast alles umsetzen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Nach sechs Etappen war der Abstand zum Podium dann recht klein. Wir wussten also um unsere Chance für das Podium, aber auch, dass es für den Gesamtsieg schwierig wird. Aber Finn hat ein wirklich starkes Zeitfahren abgeliefert, genau wie Callum. Wir hatten eine gute Atmosphäre und auch eine gute Teamleistung. Polen ist eine WorldTour-Rundfahrt, das gerät manchmal in Vergessenheit. Da ist ein Podium nie leicht.
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