Finn gewinnt die zweite Etappe der Sibiu Tour 2026
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Erster Profisieg: Lorenzo Finn gewinnt Bergankunft bei der Sibiu Tour

Der amtierende U23-Weltmeister Lorenzo Finn (Red Bull – BORA – hansgrohe) gewann die zweite Etappe der diesjährigen Sibiu Tour mit einer Soloattacke am Schlussanstieg. Es war sein erster Profisieg.
Von: RBH
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Die Sibiu Cycling Tour, die bereits zum 16. Mal stattfindet, ist eines der größten Rennen Rumäniens und ein echter Härtetest, bei dem Talente und WorldTour-Profis gegeneinander antreten. Die heutige zweite Etappe brachte die erste Bergankunft der diesjährigen Ausgabe mit sich: den Anstieg zur Păltiniș Arena hoch in den Cindrel-Bergen – genau die Art von Gelände, die Lorenzo Finn entgegenkommt.
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Ich muss dem Team danken – sie haben die Etappe kontrolliert und mich perfekt für den Anstieg vorbereitet.
Auf den 157,8 Kilometern von Șura Mică, etwas außerhalb von Sibiu, ging es von Beginn an hektisch zu: In der ersten Stunde lag der Durchschnitt bei 47 km/h, bevor sich schließlich eine achtköpfige Ausreißergruppe an einem frühen Anstieg absetzen konnte. Angeführt von den WorldTeams hielt das Hauptfeld die Ausreißergruppe in Schlagdistanz und holte sie kurz vor dem Fuß des letzten Anstiegs wieder ein. Nach einem mörderischen Tempo auf den unteren Kehren griff Finn mehr als zehn Kilometer vor dem Ziel an. Zunächst konnte nur Pablo Torres (UAE Team Emirates – XRG) reagieren, doch mit einer zweiten Tempoverschärfung schüttelte der junge Italiener, der erst vor kurzem die U23-Ausgabe des Giro d'Italia gewann, seinen Begleiter ab.
Byron Munton (Modern Adventure Pro Cycling) schloss die Lücke und hielt den Abstand bei etwa zehn bis zwanzig Sekunden, den er auf der flacheren Zielgeraden weiter verkürzte – doch er konnte Finn nie einholen. Am Ende gewann Finn mit neun Sekunden vor Munton und holte damit den Etappensieg, die Gesamtführung und seinen ersten Sieg als Profi.
Lorenzo Finn im Leader-Trikot der Sibiu Tour 2026

Lorenzo Finn im Leader-Trikot der Sibiu Tour 2026

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„Das heute war mein erster Profisieg und es war wirklich unglaublich“, sagte Finn im Ziel. „Ich muss dem Team danken – sie haben die Etappe kontrolliert und mich perfekt in den Schlussanstieg hineingefahren. Dann hatte ich zum Glück die Kraft, mich abzusetzen. Mein erster Sieg als Profi fühlt sich wirklich besonders an – aber jetzt müssen wir uns konzentrieren, denn es stehen noch zwei Tage aus.“
Das Ergebnis beruhte auf disziplinierter Teamarbeit: Da Finn der einzige reine Bergfahrer im Aufgebot des Teams ist, bestimmten seine Teamkollegen das Tempo im Flachen und machten die Etappe schwer, sodass sie ihn in perfekter Position an den Fuß des Anstiegs brachten, ehe Finn allein attackierte.
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Uns war klar, dass Lorenzo hier zu den großen Favoriten zählt. Aber eine Favoritenrolle muss man erst einmal bestätigen, das ist nie einfach.
Pello Olaberria, Sportdirektor
„Ich bin wirklich glücklich über diesen Sieg“, sagte Sportdirektor Pello Olaberria. „Uns war klar, dass Lorenzo hier zu den großen Favoriten zählt. Aber eine Favoritenrolle muss man erst einmal bestätigen, das ist nie einfach. In der Ebene haben wir ein sehr starkes Team, am Berg ist Lorenzo allerdings unser einziger echter Kletterer. Deshalb war der Plan, das Rennen bis zum Fuß des Anstiegs schwer zu machen und dort dann anzugreifen. Das Team hat das perfekt umgesetzt, und Lorenzo hat heute gezeigt, dass er der Stärkste war. Morgen wird es schwer, das Rennen zu kontrollieren. Aber der Schlussanstieg liegt Lorenzo. Er ist stark, und ich bin mir sicher, dass das Team ihn wieder gut bis in den Anstieg bringen wird.“
Die Sibiu Cycling Tour geht morgen mit ihrer Königsetappe über den legendären Transfăgărășan weiter – ein Anstieg von rund 26 Kilometern mit einer Steigung von etwa sechs Prozent, auf dem Finn versuchen wird, seine Führung zu verteidigen.