Hinter der "ersten Woche" der Tour de France 2026, die ohne zusätzlichen Transferruhetag bei weit entfernten Grand Départs schon knapp die Hälfte der Rundfahrt beinhaltet, ist ein Haken. Aus Sicht von Red Bull - BORA - hansgrohe ist es ein grüner.
An den ersten Tag in Spanien, am Col du Tourmalet in den Pyrenäen oder zuletzt im Zentralmassiv, wo es nach einem Tag Pause auch weitergeht, lief sicher nicht alles perfekt. Doch Anlass zu großer Unzufriedenheit haben die bisherigen neun Etappen nicht geliefert.
1. Etappe: Barcelona - Barcelona (TTT)
Die Tour de France 2026 beginnt mit einem Mannschaftszeitfahren in Barcelona. Remco Evenepoel stoppt die Zeit für Red Bull - BORA - hansgrohe als Fünfter, 19 Sekunden hinter Auftaktsieger Jonas Vingegaard. Auch Florian Lipowitz fährt mit 35 Sekunden Rückstand auf Rang eins in die Top 10. Ein guter Auftakt, aber kein perfekter.
2. Etappe: Tarragona - Barcelona
Auch an Tag 2 steht Barcelona in Fokus. Im Finale der Etappe entscheiden drei Runden über den Hausberg der Stadt, den Montjuïc. Im Schlussanstieg hinauf zum Olympiastadion ist Remco Evenepoel nicht weit weg von Isaac Del Toro und Tadej Pogacar, wird im Bergaufsprint zeitgleich Dritter. Florian Lipowitz, dem die kurzen, knackigen Anstiege weniger liegen, verliert nur zehn Sekunden und verteigt Rang 8 in der Gesamtwertung. Remco Evenepoel klettert auf Platz drei.
3. Etappe: Granollers - Les Angles
Das dritte Teilstück der Tour führt den Tross von Spanien über die Grenze nach Frankreich. Die Hitze nimmt das Peloton in den Schwitzkasten, 4000 Höhenmeter mit kleiner Bergankunft bei 40 Grad sind zu bewältigen. Florian Lipowitz und Remco Evenepoel erreichen das Ziel Seite an Seite mit vier Sekunden Rückstand auf Sieger Pogacar. Ohne den ersehnten Etappensieg endet der Grand Départ für Red Bull - BORA - hansgrohe. Dennoch läuft alles weitestgehend nach Plan.
4. Etappe: Carcassonne - Foix
Eine große Gruppe bestimmt die 4. Etappe, die von vornherein auf einen Ausreißersieg hinausläuft. Nico Denz und Jan Tratnik schaffen den Sprung, wobei Tratnik den offensiveren Part einnimmt und aus der Gruppe heraus attackiert. Am Tagessieg können beide jedoch nicht schnuppern, der letzte Berg erweist sich als zu schwierig.
5. Etappe: Lannemezan - Pau
In Pau wartet der erste Massensprint der Tour. Ohne Sprinter im Team heißt es also vor allem: Sturzfrei durchkommen und so viel Energie sparen wie möglich. Das gelingt.
6. Etappe: Pau - Gavarnie-Gèdre
Auf der 6. Etappe steht mit dem Col du Tourmalet die erste Höchstschwierigkeit der Rundfahrt auf dem Programm. Schon früh am Berg ist da Tempo so hoch, dass auch die Gruppe der Klassementfahrer auseinander bricht. In der Abfahrt vom Tourmalet läuft aber vieles wieder zusammen, lediglich Pogacar ist außer Reichweite. Auf Vingegaard fehlen Remco Evenepoel und Florian Lipowitz, die den Tag als Vierter und Sechster beenden, nur 19 Sekunden.In der Gesamtwertung trennen beide weiter 30 Sekunden. Remco ist 4., Florian 7.
7. Etappe: Hagetmau - Bordeaux
In der Stadt der Sprinter geht die 7. Etappe mit dem erwartbaren Resultat zu Ende. Der Weg dorthin ist nahezu komplett flach, weniger Höhenmeter gibt es bei dieser Tour auf keiner Massenstartetappe. Bei nur einem Ausreißer verläuft der Tag im Feld ohne besondere Ereignisse.
8. Etappe: Périgueux - Bergerac
Der Tag verläuft ähnlich wie der zuvor. Sprintfinale, keine Berge. Allerdings wird der letzte Ausreißer erst 1400 Meter vor dem Ziel gestellt, wodurch das Finale noch ein Spur nervöser als sonst ist. Trotzdem kommen alle sturzfrei durch. Haken dran.
9. Etappe: Malemort - Ussel
Im Zentralmassiv ist es so heiß, dass die 9. Etappe um einige Kilometer verkürzt wird. Wirklich leichter wird sie dadurch aber nicht. Eine große Ausreißergruppe bestimmt den Tag und retten am Ende auch den Sieg, wenige Sekunden vor den Klassementfavoriten mit Remco Evenepoel und Florian Lipowitz. Im GC tut sich vor dem Ruhetag also nichts mehr. Red Bull - BORA - hansgrohe beendet die erste Woche auf den Plätzen vier und sieben.