Die 9. Etappe brachte eine der härtesten Kletterprüfungen der diesjährigen Vuelta. Über 187,4 Kilometer führte die Strecke von La Vila Joiosa hinauf zum Alto de Aitana, mit sechs kategorisierten Anstiegen und mehr als 5.000 Höhenmetern.
Red Bull – BORA – hansgrohe zeigte sich von Beginn an in einem schnellen und offensiv geführten Rennen aktiv. Nach dem ersten Anstieg gehörte Finn Fisher-Black zu den Fahrern, die zur frühen Ausreißergruppe aufschlossen. Später schaffte auch Gianni Vermeersch den Sprung nach vorne, während weitere Fahrer von hinten zur Spitze aufschlossen. Zur Rennhälfte war die Gruppe auf 24 Fahrer angewachsen.
Der Vorsprung der Ausreißer wuchs zwischenzeitlich auf rund sechs Minuten. Auf den letzten Anstiegen änderte sich die Rennsituation jedoch zunehmend: Die Spitzengruppe fiel auseinander, während die Teams der Klassementfahrer im Feld das Tempo verschärften.
Im 22 Kilometer langen Schlussanstieg zum Alto de Aitana sorgte Decathlon CMA CGM zunächst für ein hohes Tempo, ehe Gall attackierte. Primož reagierte sofort und ging gemeinsam mit Mas, Onley und Carapaz mit. Die Gruppe der Gesamtklassement-Favoriten schloss dabei schnell zu den verbliebenen Fahrern aus der Ausreißergruppe auf.
Nach mehreren weiteren Attacken setzte sich Mas ab. Onley folgte, während Primož rund einen Kilometer später wieder zu den beiden aufschloss. Kurz darauf beschleunigte Mas erneut und öffnete eine kleine Lücke. Primož fuhr anschließend sein eigenes Tempo bis zum Gipfel.
Primož überquerte die Ziellinie auf Rang drei, zwölf Sekunden hinter Tagessieger Mas. Damit bleibt er vor dem ersten Ruhetag Zweiter der Gesamtwertung und liegt 1:18 Minuten hinter Mas.
Am Montag steht der erste Ruhetag der Vuelta auf dem Programm, bevor das Rennen am Dienstag mit der 10. Etappe von Alcaraz nach Elche de la Sierra fortgesetzt wird.