Zusammen bringen es beide auf zehn Teilnahmen beim Giro d'Italia, wobei die Anteile daran aber nicht zwingend gleichermaßen auf die vier Schultern verteilt sind. Nico Denz ist zum achten Mal dabei, Ben Zwiehoff fährt seinen zweiten Giro. Der gemeinsame Nenner: Beim letzten großen ganz Erfolg von Red Bull - BORA - hansgrohe in Italien 2022 waren beide dabei und halfen dabei, Jai Hindley ins Rosa Trikot zu fahren und die Gesmatwertung zu gewinnen.
So weit nach vorn wird es dieses Mal kaum gehen. "Es sei denn, Jonas Vingegaard verletzt sich dabei, wenn er auf der Ziellinie seinen Lenker küsst, was ich ihm aber ausdrücklich auf keinen Fall wünsche", wie es Christian Pömer, Sportlicher Leiter, ausdrückte.
Ansonsten aber sind sich alle einig. "Wenn wir Jai aufs Podium kriegen, dann können wir den Giro als gelungen abhaken", sagen Ben und Nico unisono. "Das ist das Ziel, dem wir alles untergeordnet haben."
Das Plus am Berg
Davon abgesehen entwickelt sich der Giro für Nico und Ben ziemlich unterschiedlich. Für mich persönlich läuft bisher alles super", sagt Ben. "Es ist wahrscheinlich meine reifeste Grand Tour, wenn ich auf die Helferdienste blicke. Im Vergleich zur letzten Vuelta ist das schon nochmal ein Schritt nach vorne."
Es ist wahrscheinlich meine reifeste Grand Tour.
Was bisher am besten läuft? "Die Rolle als Vlogger", erklärt er lachend, um dann aber anzufügen: "Ich glaube, ich kann am besten helfen, wenn ich bei der GC-Gruppe bleibe. Gerade bei dem sehr heißen Wetter jetzt hilft es schon, wenn ich mich zum Auto zurückfallen lassen kann um Eis und Wasser zu holen. Man hat gesehen, dass die GC-Fahrer, die keine Helfer mehr haben, zuletzt einfach früher Probleme bekommen haben."
Hoffen auf die dritte Woche
Den offensiveren Job beim Giro hatte in den vergangenen Jahren eigentlich immer Nico inne. Drei Etappensiege sind so seit 2023 für ihn zustande gekommen. Doch dieses Mal läuft es für ihn absolut nicht rund.
"Ich bin erst nachträglich ins Aufgebot gerutscht, hatte keine optimale Vorbereitung. Und dann kam auch noch der Sturz in Neapel. Ich befinde mich bei diesem Giro vor allem im Überlebensmodus und versuche dazwischen dem Team zu helfen, in dem ich Flaschen hole, Windschatten spende oder unsere Jungs positioniere."
Ich hoffe, dass ich nochmal auf Angriff schalten kann.
Viel lieber würde er das Rennen mit der Mannschaft selbst in die Hand nehmen, "mich vor das Feld spannen und dann eskalieren." Aber auch die Hoffnung auf einen erfolgreichen Fluchtversuch hat Nico noch nicht aufgegeben. "Ich hoffe, dass ich in der dritten Woche nochmal auf Angriff schalten kann."
Immerhin steht neben dem Podiumsplatz von Jai auch noch ein Tagessieg auf der Wunschliste des Teams.
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